Am Samstag, den 12. September 2026, stand für die Freiwilligen Feuerwehren Steinlah, Sehlde und Haverlah ein gemeinsamer Ausbildungsdienst zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung auf dem Dienstplan. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die besonderen Herausforderungen bei Feld- und Waldbränden.
Die Idee für diesen Ausbildungstag entstand aus den durchweg positiven Erfahrungen des letzten gemeinsamen Übungsdienstes im Oktober vergangenen Jahres, bei dem sich die drei Feuerwehren intensiv mit dem Thema technische Hilfeleistung beschäftigt hatten. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und des hohen Ausbildungswertes stand schnell fest, dass dieses erfolgreiche Konzept mit einem neuen Themenschwerpunkt fortgesetzt werden sollte.
Der Ausbildungstag begann um 8:00 Uhr zunächst mit reichlich Kaffee und einer rund zweistündigen theoretischen Einführung. Fachkundige Unterstützung erhielten die drei Feuerwehren dabei durch das Waldbrandteam – Verein für Wald- und Flächenbrandbekämpfung e. V.. Dessen Ausbilder konnten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung zahlreiche wertvolle Hinweise zur Entstehung, Ausbreitung und taktischen Bekämpfung von Vegetationsbränden vermitteln.
Anschließend rückten die drei Feuerwehren gemeinsam mit fünf Einsatzfahrzeugen in die Feldmark von Haverlah aus, um das zuvor erworbene Wissen unter realistischen Bedingungen in die Praxis umzusetzen. Auch hierbei führte das Waldbrandteam durch die Ausbildung, erklärte die einzelnen Vorgehensweisen und gab den Einsatzkräften wichtige Hinweise für ein sicheres und wirkungsvolles Arbeiten.
Zunächst wurde das sogenannte „Pump-and-Roll“-Verfahren geübt. Dabei bewegt sich das Löschfahrzeug langsam entlang der Brandfläche, während gleichzeitig Löschwasser abgegeben wird. Anschließend trainierten die Einsatzkräfte den Umgang mit verschiedenen Handgeräten zur Vegetationsbrandbekämpfung. Dazu gehörten unter anderem Löschrucksäcke, Feuerpatschen sowie unterschiedliche Spezialhaken. Auf kleineren, kontrolliert entzündeten Brandflächen auf dem Stoppelfeld konnten die Teilnehmenden den richtigen und sicheren Einsatz der Geräte unmittelbar ausprobieren.
Glücklicherweise blieb das Wetter während der gesamten Ausbildung trocken. Ein leichter Wind sorgte jedoch dafür, dass sich die Flammen durchaus dynamisch verhielten und die Einsatzkräfte die Auswirkungen der Windrichtung auf die Brandausbreitung anschaulich beobachten konnten.
Für den großen Abschluss wurde zusätzlich Heu auf dem Feld verteilt. Auf der dadurch entstandenen größeren Übungsfläche konnten die drei Feuerwehren das im Laufe des Tages Erlernte noch einmal gemeinsam und unter möglichst realistischen Bedingungen anwenden. Dabei zeigte sich, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen, die richtige Fahrzeugaufstellung und der gezielte Einsatz von Wasser und Handwerkzeugen bei Vegetationsbränden sind.
Natürlich durfte auch die Verpflegung nicht fehlen: Die Freiwillige Feuerwehr Haverlah hatte ihren Grillwagen sowie eine Vielzahl an Getränken mitgebracht, sodass nach der schweißtreibenden Ausbildung nicht nur der Durst, sondern auch der Hunger erfolgreich „gelöscht“ werden konnte.
Ein besonderer Dank gilt dem Waldbrandteam für die fachkundige, praxisnahe und interessante Ausbildung. Ein riesiges Dankeschön geht außerdem an „Jörg Ahrberg“ für die Bereitstellung des Feldes. Ebenso danken wir allen Verantwortlichen und Beteiligten, die das Vorhaben genehmigt, unterstützt und damit überhaupt erst möglich gemacht haben.
Der gemeinsame Ausbildungsdienst stärkte nicht nur die Kenntnisse im Umgang mit Vegetationsbränden, sondern erneut auch die bewährte Zusammenarbeit der Feuerwehren Steinlah, Sehlde und Haverlah.






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